Copywriting & Webtexte

Für Berater, Coaches und Dienstleister der Gesundheitsbranche

Titelbild mit Text: Biochemische Wörter und wie du sie gewinnbringend einsetzen kannst sowie die Autorin, Copywriter Gabriele Ermold in Winterkleidung vor einem schneebesetzten Baum

Biochemische Wörter: Für deine Sichtbarkeit

Und warum es für dich als Unternehmender – egal ob  Berater, Coach oder Selbständiger überlebenswichtig ist, darüber Bescheid zu wissen?

Dein gewöhnlicher und somit aktiver Wortschatz wirkt sich auf deine innere und äußere Kommunikation aus und folglich auf deine Erfahrungen. Darüber hinaus kann die Verwendung eines emotionalen Wortschatzes, deine eigene mentale und physische Verfassung und die anderer Menschen, wie von Zauberhand, verwandeln.

Deine Gefühle helfen dir, deine Erfahrungen zu bewerten

Emotionen entstehen durch einen äußeren Reiz und Gefühle sind Reaktionen, die der Körper verarbeiten muss. Bei den sogenannten Basis-Emotionen wie Trauer, Ekel, Ärger, Wut, Überraschung, Verachtung und Freude handelt es sich um Urinstinkte, die sich nicht einfach unterdrücken lassen und immer effektartig zum Vorschein kommen.

Die Empfindungen zu deinen Erfahrungen entstehen im autonomen Nervensystem

Wenn diese Emotionen in deine Hirnrinde gelangen, kannst du sie als bewusstes Gefühl wahrnehmen. Sie sind spontane Regungen wie z.B. unwillkürliches Atmen, Tränen oder weitausholende Schritte. Denn Wörter sind unser wichtigstes Werkzeug für die Interpretation oder Übertragung zu unsere Erfahrungen, sowie den Empfindungen, die in unserem autonomen Nervensystem entstehen. Wörter haben somit in der Tat eine biochemische Wirkung.

Anhand des Eisberg-Modells kannst du dir vorstellen, dass die Emotionen unterhalb der Wasseroberfläche – dem Unterbewusstsein liegen und deine Gefühle sind der sichtbare Teil des Eisbergs.

Doch du bist kein Opfer deiner Emotionen, denn du kannst sie trainieren

Deine Gefühle helfen dir, deine Erfahrungen zu bewerten und das wiederum macht es dir überhaupt erst möglich, deine Beziehungen zu anderen zu regulieren. Deine Gefühle helfen dir Entscheidungen zu treffen. Doch du bist deinen Emotionen nicht ausgeliefert, da du sie nach einigem Training ändern kannst, wenn du die Sprache deiner Gefühle richtig zu verstehen lernst.

Warum dir Worte helfen, den Außenauftritt deines Unternehmens zu verbessern

Wenn du dir einen großen emotionalen Wortschatz zulegst, wird dich das in die Lage versetzen gut und angemessen sowohl deine Gefühle zu steuern als auch deine Kommunikation im Außen zu verbessern. Das wiederum kann die Wahrnehmung Außenstehender zu dir und deinem Unternehmen verändern. Ein wichtiger Aspekt in der Kommunikation für den Außenauftritt deines Unternehmens und deinem Leistungsangebot.

Sorge dafür, dass deine Wunschkunden, dein Angebot und deine Leistung mit angenehmen Gefühlen verknüpfen

Vorsicht: Wenn du es versäumst deinen Wortschatz zu erweitern und zulässt, dass deine Wortwahl ausschließlich von deinen unbewussten Gewohnheiten gesteuert wird, dann beeinträchtigst du deine gesamte Lebenserfahrung wie auch die Wahrnehmung anderer Menschen zu dir, deiner Leistung und eben auch deinem Unternehmen und deiner Marke. Mit dem Ergebnis, dass sie sich unwohl in deiner Nähe fühlen oder den Namen deines Unternehmens mit unguten Gefühlen verbinden.

Hältst du deinen Wortschatz klein, bügelst du deine Gefühlstruktur platt

Es macht einen Unterschied, wenn du z.B. ein wundervolles und beeindruckendes Erlebnis mit nur „ganz nett“ beschreibst. Da du mit dieser eingeschränkten Nutzung deines Vokabulars, eine facettenreiche Gefühlsstruktur einfach flachbügelst.

Denn mit deinen Gefühlen schaffst du dir deine Erinnerungen, die du anschließend als Erfahrung abspeicherst. Wenn du also positive Erfahrungen zu dir, deinem Leistungsangebot und deinem Unternehmen in der Wahrnehmung deiner Zielgruppe verankern möchtest, achte auf deinen Wortschatz.

Das Risiko eines verarmten Wortschatzes – warum du etwas anderes vorziehen solltest

Menschen mit einem verarmten Wortschatz riskieren ein verarmtes Gefühlsleben. Und Menschen, die über einen reichen Wortschatz verfügen, nutzen die Klaviatur emotionaler Töne, mit denen sie einem Erlebnis eine nuancenreiche Klangfärbung geben. Nicht nur in der Kommunikation mit anderen, sondern auch mit sich selbst.

Verzichte auf emotionstötende Kürzel in deiner Sprache und fokussiere dich auf Worte, die einen Umstand detaillierter beschreiben

Wenn wir Kürzel wie „ganz nett“ verwenden, dann können diese Kürzel auch zu Abkürzungen emotionaler Entwicklungsprozesse führen. Stell dir vor, was es mit dir machen würde, wenn du täglich davon berichtest, dass du deine Figur oder deine Frisur hasst, deinen Chef oder deinen Job, deine anstrengenden Kunden oder eine wenig attraktive Aufgabe. Würde sich dein Leben nicht schwer, düster und grau anfühlen und du dich träge, ungeliebt und demotiviert?

Kennst du das Gefühl, ungewollt in eine graue wabernde Energiewolke gesaugt zu werden?

Ich mache gerne eine großen Bogen um Menschen, die alles oder jeden hassen, denn ich mag die sie umgebende graue wabernde Energiewolke nicht, die danach giert, mir meine Energie abzusaugen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann unterbreche ich sie gern an passender Stelle und frage:

„Was wäre, wenn du jetzt anstelle des „Hasses“ mal die Formulierung „Ich ziehe etwas anderes vor“ einsetzt?“

Hast du Lust auf ein Kurzexperiment?

🛑Stopp!

Was hast du gerade gefühlt und gedacht, als du meine Frage zum Kurzexperiment gelesen hast. Vielleicht in etwa…

🤮a) Boh…auf den Blödsinn habe ich keinen Bock. Ich bin raus.

🤓b) Hört sich spannend an – worum geht es wohl?

Meine Frage hat mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest eine Gefühlsregung in dir ausgelöst. Und während du diesen Satz liest, denkt „es“ möglicherweise parallel in dir, ob du diesen Beitrag jetzt wirklich final abbrichst oder vielleicht doch besser bis zum Ende lesen solltest.

👊🏻Ich danke dir für deine Wertschätzung, denn du hast dich zum Weiterlesen entschieden. Nun zum Experiment:

👉🏻Denke jetzt bitte an eine Person, die sich in einer schwierigen Situation höflich, gelassen und ritterlich verhalten hat.

  • Welche inneren Bilder ziehen vor deinem geistigen Auge auf?
  • Was hast du gefühlt, als du diese Situation „live“ erlebt hast?
  • An wie viele Details kannst du dich erinnern?
  • Welche Wertschätzung hast du für die Person?

👉🏻Okay. Jetzt tausche die Begriffe höflichgelassen und ritterlich gegen nettganz gut und unspektakulär aus, und erinnere die Situation erneut.

  • Welche inneren Bilder siehst du nun vor deinem geistigen Auge?
  • Haben sich deine Gefühle durch die Worte verändert?
  • Sind sie vielleicht weniger intensiv als zuvor?
  • Welche Wertschätzung würdest du jetzt für die Person empfinden?

Alle unsere Wahrnehmungen fließen durch unsere inneren Filter in unterschiedliche Gussformen

Eine Wendeltreppe aus weißem Stein und schwarzen Holzstufen aus der Froschperspektive heraus, fotografiert

Und diese Gussformen sind die Wörter, die wir täglich nutzen. Jeder von uns hat unbewusst erlernt – um sich schnellstmöglich über seine Empfindungen klar zu werden – diese mit einem Etikett zu versehen. Und dieses Etikett ist ein Wort. Und in diesem Wort schwingt unterschwellig eine Emotion.

Werden wir jetzt mit einer neuen oder vielleicht sogar herausfordernden Situation konfrontiert, dann orientiert sich unser Gehirn anhand der abgespeicherten Etiketten und ordnet die Situation entsprechend der verknüpften Wahrnehmung und des anhaftenden Gefühls, zu genau diesem Etikett ein.

Das Etikett repräsentiert deine Erfahrung

In dem Augenblick, in dem wir die Wahrnehmung einer Situation mit einem Etikett, also einem bestimmten Wort mit z.B. negativer Klangfarbe versehen, repräsentiert das Etikett unsere Erfahrung!

Was im Ursprung ein wundervolles und beeindruckendes Erlebnis war, mutiert zu ganz nett und wird anhand dieses Etiketts von unserem Gehirn in die Ablage

  • wenig bedeutungsvoll
  • keine besondere Erfahrung
  • geringer Erinnerungswert

geschmissen und in den hintersten Winkel unserer Denk- und Merkzentrale verschoben. Und da setzt es Staub und Spinnenweben an. Denn unsere Wahrnehmung bleibt verschwommen und die Erinnerung an das Erlebnis verblasst wie die Einkaufs-Belege aus Thermopapier vom Billigdiscounter.

Soll die Erinnerung an dich und deiner Leistung verblassen – wie ein Einkaufs-Beleg aus Thermopapier vom Billigdiscounter?

Wenn die Wahrnehmung und Erinnerung deiner (Wunsch-)Kunden zu dir, deinen Leistungen und deinem Unternehmen eben nicht wie ein Billigdiscounter Einkaufs-Beleg verblassen soll, dann erweitere deinen aktiven Wortschatz um Wörter, die eine positive Klangfarbe haben. Und verbanne alle anderen möglichst aus deinem Wortschatz.

Wie du die Sichtbarkeit und den Umsatzerfolg deines Unternehmens geschickt steigern kannst

Wenn du als Experte deines Faches angesehen werden möchtest und den Erinnerungswert und somit die Sichtbarkeit deiner Marke und schlussendlich den Umsatzerfolg deines Unternehmens erhöhen willst, dann:

🤔Setze Wörter/Etiketten in deiner Kommunikation und deinen Texten ein, die sich durch die verbale Übertragung, die Wahrnehmung und Gefühle deiner Wunschkunden und sogleich deren Empfindungen, in ihrem autonomen Nervensystem verankern können.

Okay. 🙄Der Satz verursacht schon beim Schreiben einen Knoten im Gehirn.

👉🏻Also, jetzt besser:

  • erweitere deinen aktiven Wortschatz
  • lege dir eine Liste von emotional aufgeladenen Wörtern an,
  • die zu dir, deiner Leistung und deinem Unternehmen passen
  • höre genau hin, welche Wörter (Etiketten) deine Zielgruppe verwendet, wenn sie von ihren Problemen und Herausforderungen berichtet
  • lege eine weitere Liste von genau diesen Wörtern deiner Zielgruppe an
  • notiere dir hinter jedem dieser Wörter, das gegenteilige Wort
  • überprüfe, ob jedes gegenteilige Wort den gewünschten Zielzustand deiner Zielgruppe beschreibt
  • streiche all die Worte von der Liste, die den gewünschten Zielzustand nur ungenügend beschreiben
  • markiere die Wörter, welche sich als Haupt-Keywords und Neben-Keywords eignen
  • verwende pro Text, den du erstellst, maximal ein Haupt-Keyword und je nach Länge deines Textes, zwei bis drei passende Neben-Keywords

Verankere dich im Gedächtnis deiner Wunschkunden mit diesem Tipp:

Nutze deine Listen als Spickzettel, wenn du deinen nächsten Beitrag oder deinen nächsten Artikel schreiben möchtest. Passe gegebenenfalls deine Webtexte an, damit die Tonalität und das Wording harmonisieren.

Wende meinen Vorschlag konsequent an und gib dir und deinen Wunschkunden sowohl die Zeit, als auch die Chance auf eine Wahrnehmungsveränderung.

Notiere dir, welche Beiträge, Artikel oder Newsletter die beliebtesten sind und besonders gut performen. Gleiche die Keywords ab und schau, ob sich ein „roter Faden“ innerhalb der Kommunikation ableiten lässt.

Ich wünsche dir viel Freude bei der Entdeckung neuer Wortwelten und wünsche dir maximalen Erfolg bei der Umsetzung.

Copywriter Gabriele Ermold in Winterkleidung im Schnee

P.S.

😉Ich habe gerade folgende Wörter aus meinem aktiven Wortschatz gestrichen:

  • Eisklumpen-Füße
  • Scheiß Minustemperaturen
  • Kein-Bock-auf-Eis-und-Schnee

👉🏻Dafür habe ich auf meine Liste für gegenteilige Wörter, diese Wörter hinzugefügt:

  • Nordpol-Stiefel mit Thermopads
  • herrlich klare Winterluft
  • Winter-Wonderland-Feeling

Denn die nächsten Wochen, halte ich mich in Schweden bei meinen Kindern auf. Und wenn ich tatsächlich das Glück haben sollte, mich am Farbrausch von mystischen Polarlichtern zu ergötzen, Rudolph dem Rentier live zu begegnen und den Geruch von gut abgelagerten Kaminholz einzuatmen…

…dann werde ich einen Teufel tun, um die Erinnerung dieses fantastischen Abenteuers, nicht auf einen billigen Thermo-Einkaufs-Beleg festzuhalten.

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