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Selbstmanagement: Mal unter uns Klosterschwestern

Mal unter uns Klosterschwestern
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Selbstmanagement bedeutet immer: Nicht quatschen, sondern machen! Wenn du Veränderung willst: Nimm Anlauf und springe jetzt ins kalte Wasser.

„Vergiss Sicherheit. Lebe, wo du fürchtest zu leben. Zerstöre deinen Ruf. Sei berüchtigt.“

Rūmī, persischer Mystiker, 1207 – 1273

Der Sprung ins kalte Wasser ist auch eine Form des Selbst-Managements

Man hört ja die interessantesten Geschichten von Leuten, die einen Blog schreiben wollen.

Ungefähr 17.500.00 Menschen wollen mit einem Blog Geld verdienen. Zumindest ist Tante Google so oft bemüht worden, um darüber Auskunft zu geben.

Während du das hier liest sind sicher noch einige weitere Millionen hinzugekommen. Doch es ist nicht mein primäres Ziel, mit einem Blog Geld verdienen zu wollen.

Okay, wenn sich da etwas anderes entwickeln sollte, werde ich natürlich nicht nein sagen. Natürlich nicht.

Sollte sich also herausstellen, dass neben dir noch jemand anderes meinen Blog liest, dann werde ich darüber nachdenken. Versprochen! Nur um das sicher zu stellen:

Den Wow Faktor als Influencer besitze ich nicht

Wenn du jünger als 50+ bist, kannst du den nachstehenden Absatz vermutlich ganz entspannt überspringen. Wenn dir Influencer so gar nichts sagt geht es hier für dich weiter:

Das sind Menschen, die unter anderem einen Haufen Präsente oder Produkte zum Testen von Unternehmen erhalten, damit sie andere Menschen davon überzeugen, diese zu kaufen.

Davon bin ich so weit entfernt wie Hannover von Florenz. Also nicht, dass du denkst, dass ich etwas gegen Gucci-Handtaschen oder Prada-Pumps hätte.

Habe ich nicht. Ich gehöre nur einfach der falschen Zielgruppe an und bewege mich nicht dauernd auf Instagram oder YouTube.

Diese jungen und erfolgreichen Menschen sind mega engagiert und verfügen über ein ausgezeichnetes Selbstmanagement und Wäschekörbe voll Disziplin. Sie haben meinen aller höchsten Respekt.

Also nicht schlimm, wenn die Netzwelt meine Existenz überhaupt noch nicht zur Kenntnis genommen hat.

Personen werden dann als Influencer bezeichnet, wenn sie aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in einem oder mehreren sozialen Netzwerken für Werbung und Vermarktung in Frage kommen.

Dafür bin ich ziemlich gut im Absorbieren von Sauerstoff

Wenn du es schaffst, den obigen Text innerhalb von 34 Sekunden zu lesen, dann hast du eine Ahnung davon, wie hoch meine durchschnittliche Redegeschwindigkeit ist.

Einen Teil meiner Mitmenschen treibe ich damit fast an den Rand des Wahnsinns. Wobei sich dieser Teil schmerzlich verkraften lässt, da es sich hierbei unter anderem, um ehemalige Vorgesetzte handelt.

Damit wir uns richtig verstehen: Sie erfreuen sich bester Gesundheit, sind quicklebeding und atmen weiter fleißig vor sich hin.

Vor einiger Zeit habe ich lediglich Good Bye gesagt, meine sieben Zwetschgen zusammengepackt und ihnen den Rücken gekehrt. Aber das ist ein anderes Thema.

Der andere Teil meiner Mitmenschen befürchtet schlichtweg einen qualvollen Erstickungstod zu erleiden, da ich möglicherweise den kompletten Sauerstoff in der Umgebung absorbieren könnte, während ich ohne Punkt und Komma rede.

Und Rettungsringe finde ich kacke

Mein Kleiderschrank gleicht einer auf die Konfektionsgrößen 38-44 beschränkter Kleinboutique.

Selbstverständlich schiebe ich das auf die Wechseljahre, der hormonellen Achterbahn und den damit verbundenen Talfahrten meines Stoffwechsels.

Nie im Leben käme ich auf die Idee, dass es an Pasta, Schokoriegel und anderem Süßkram liegen könnte.

Warum auch? Klar finde ich es kacke, dass meine Taille sich zu Rettungsringen aufgepumpt hat und mich beim Schuhe zubinden zwackt und kneift.

Ist jetzt halt so und der neue Body Positiv Hype kommt mir da sehr gelegen.

Um die Rettungsringe kümmere ich mich nächstes Jahr. Dieses Jahr läuft unter dem Motto: „Frieden mit meinem Spiegelbild schließen“.

  • Das funktioniert prima, sofern du dir lediglich einen Spiegel in Din A4 Format ins Bad hängst.
  • Am besten du duschst genauso heiß wie ich, konzentrierst dich im Duschnebel ausschließlich darauf dein Handtuch zu finden und alles ist gut.

Je nach Wassereinlagerungen meines Körpers trage ich Schuhgröße 37,5 bis 39. Besonders lustig wird es, wenn ich zum Outfit des Tages, dann leider nur die Schuhe in der falschen Größe vorrätig habe.

Somit laufe ich mir abwechselnd Blasen oder stolpere – sehr zur Freude meiner Kollegin, ach ja: ehemaliger Kollegin – durch den Tag.

Meine Füße finden das natürlich blöd. Was ich durchaus nachvollziehen und verstehen kann.

Ich denke, dass ich spätestens zu meinem 70igsten Geburtstag eine adäquate Lösung gefunden haben.

Um Kleingedrucktes lesen zu können, benötige ich eine Brille, die ich gern überall liegen lasse.

Die täglichen 30-Minuten-Suche nach dieser, verbuche ich dann geschickt unter zusätzlicher Bewegung. Also: Alles halb so schlimm.

Mein ehemaliges Leben als Folterknecht

Das mit dem in Würde altern, wie es die Generation meiner Mutter perfekt für sich lösen konnte, läuft bei mir eher suboptimal.

In einem meiner Vorleben war ich bestimmt mal als Folterknecht unterwegs, so dass ich das eine oder andere Marterinstrument aus altem Interesse heraus, wieder in mein jetziges Leben geholt habe.

Diese Ich-quetsch-dich-in-eine-geringere-Konfektionsgröße-Unterwäsche gehört dazu. Jedoch nicht mehr in mein Leben, weil mich die Biester beim Ausziehen zu erwürgen drohten, habe ich sie kurzerhand zerschnitten.

Seitdem hin- und wieder Hitzewallungen meinen Körper durchfluten, dürfen sich meine Brüste entspannt auf meinem Bauch absetzen und dieser ruhig mit meinen Oberschenkeln kuscheln.

Sieht von der Seite zwar schiete aus, aber so isses nun mal. Basta. Außerdem fällt es nicht auf, wenn Frau sämtliche Spiegel in der Wohnung auf Din A4 Größe schrumpfen lässt. Alles also wirklich nur eine der Frage der Relation und des richtigen Blickwinkels.

Der erste Eindruck täuscht

Falls ich zwischenzeitlich meinen Plan vom Remote-Business umgesetzt habe, werde ich diesen Artikel bestimmt löschen, um dem Anspruch von Seriosität zu wahren.

Weißt du was – wenn du bis hierhin durchgehalten hast: Gratulation! Dann lass ich den Artikel auch da, wo er ist und lasse die Entscheidung bei dir, ob du mich als vertrauensvoll und seriös einschätzt.

Epische Einsichten sind manchmal verkleidete Lügen

Hast du auch schon mal gehört oder gelesen, dass einige Blogger behaupten:

Ich habe mich für einen Blog entschieden, weil ich Freude am Schreiben und Philosophieren habe und einfach mal neue Dinge ausprobieren wollte.

Wenn ich das lese, dann denke ich mir immer:

  • Echt?
  • Warum machst du es dann öffentlich?
  • Fishing for compliments?
  • Watt’n Quatsch – geht’s dir vielleicht doch um ein bisschen Ego-Booster?

Möglicherweise ist mein Denken jedoch beruflich belastet, da ich seit dreißig Jahren im Vertrieb und im Marketing tätig bin.

Mein bester guter Freund meinte schon immer, dass Vertriebler das Talent haben, mit den Fingern in Wunden zu bohren, wo noch gar keine sind.

Die Betrachtungsweise könnte natürlich auch an der Überempfindlichkeit eines Sozialwissenschaftlers liegen und so liegt die Wahrheit vermutlich irgendwo in der Mitte.

Selbstmanagement: Wenn du dich nicht managed, wer dann? Auf dem Bild sind jeweils Ausschnitte eines Klemmbretts, eines Füllers und eines Notebooks zu sehen
Quelle: Pixabay / von viarami / gemäß Pixabay-Lizenz

Mal so unter uns Klosterschwestern:

Mein Blog ist der Einstieg zum Ausstieg für eine Kursänderung in meinem Leben gewesen.

Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, mich durchschnittlich 12 Stunden am Tag in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis zu bewegen.

Als Incentives standen inkludierte Mehrarbeit, chronische Überlastung und zum Teil fragwürdiges Führungsverhalten von Vorgesetzten an der Tagesordnung.

Im Sinne des Arbeitszeitgesetzes: du arbeitest  mehr als die tägliche Höchstarbeitszeit, bekommst dies nicht vergütest und musst das innerhalb von 24 Wochen wieder ausgleichen.

Die Realität im Gesundheitswesen ist jedoch eine andere. Was bitter ist, denn wenn die pflegenden Kräfte ihre Gesundheit verlieren, wer bleibt dann noch, um die Pflegenden zu versorgen?

Es ist ja nicht so, dass Altenpfleger oder Krankenschwester die begehrtesten Ausbildungsberufe auf Gottes schöner Erde sind und der Fachkräftemangel wird schließlich auch größer.

Zeit ist wertvoller als Zaster

Als Sahnehäubchen kamen Fachkräftemangel, Konsolidierung des Marktes…STOPP. Jetzt muss ich selbst ausbremsen, sonst gerate ich in falsches Fahrwasser.

Keine Frage ich hatte ein schönes Büro, sympathische Kollegen, befand mich selbst in einer Führungsposition, aber es saugte mir meine Lebensenergie aus den Knochen und ließ meine Seele in einer Art Kälteschlaf erstarren.

Und wenn du die Mitte deiner durchschnittlichen Lebenserfahrung überschritten hast, dann fragst du dich irgendwann:

  • Ist es das, was ich mir für den Rest meines Lebens vorgestellt habe?
  • Reicht die Höhe meines Gehalts aus, um es als Schmerzensgeld zu betrachten?
  • Ist Zeit nicht wichtiger als Zaster?
  • Was lässt meine Seele leichter atmen?
  • Woran hätte ich soviel Freude, dass ich gar nicht merke, dass ich arbeite?

Wieviel Mut braucht es für den Sprung ins kalte Wasser?

Die Antwort auf alle meiner Fragen war: Ich will Texten und Schreiben. Joah, da gibt es für mich einen Unterschied.

Texten hat etwas mit dem geschriebenen Wort zu tun, was im Marketing und Vertrieb benötigt wird. Dieser Text folgt bestimmten Regeln der Handwerkskunst, weil er auf ein bestimmtes Ziel einzahlen sollen.

Er enthält eine Mischung aus Informationen und Wissen, bietet Lösungen und am Ende fordert er den Lesenden, zu einer bestimmten Handlung auf:

Etwas zu kaufen, zu buchen oder zu abonnieren. Ein Werbetext erfüllt einen kaufmännischen Zweck und seine Wirksamkeit lässt sich in einem begrenztem Maß messen und bewerten.

Charmante Texte mit monetärem Auftrag

Diese Sorte Text hat einen monetären Auftrag. Er soll für Umsatz und Erfolg sorgen. Neue Kunden begeistern und Stammkunden binden.

Er ist das zusätzlich Mitglied im Team der Vertriebler. Ohne jegliche Urlaubsansprüche, unterliegt keinen Arbeitszeitgesetzen und er arbeitet 24 Stunden täglich, an 365 Tagen im Jahr.

Solche Texte werden regelmäßig optimiert, um Menschen und Suchmaschinen zu erfreuen und das geschieht nicht in Prosa und blumigen Worten.

Backpacker Texte entführen dich in fremde Welten

Schreiben hat etwas mit schriftlich festgehaltenen Kopfreisen in fremde Leben, Abenteuer und Welten zu tun.

Diese Texte entführen dich auf gruselige, romantische oder höchst kriminelle Weise und bringen dich zum Weinen, Lachen oder zum Nachdenken.

Und du trittst diese Reise freiwillig und mit dem aller höchsten Vergnügen an und klinkst dich beim Lesen aus deiner aktuellen Realität, um in eine andere einzutreten.

Diese Sorte Texte sind in der Belletristik oder der Lyrik Zuhause. Natürlich folgen auch diese Texte einer Handwerkskunst, welche jedoch ganz anderen Kriterien und Ziele unterliegen.

Erst das Vergnügen, dann der Traum

Auch bindet das Schreibprojekt ROMAN wesentlich mehr Zeit als das Schreibprojekt WERBEBRIEF.

Und du liest es vermutlich bereits zwischen den Zeilen:

Mein Herz will einen Roman schreiben und mein Gehirn will mich vorm Hungertod bewahren.

Somit hat mein inneres Team beschlossen: Damit wir Essen im Kühlschrank vorfinden und uns der Strom nicht abgestellt wird, wirst du dich als Texterin selbstständig machen und in deiner Freizeit kümmerst du dich um dein Romanprojekt.

Okay. Das klingt doch nach einem guten Plan und so bin ich gesprungen. Ins eiskalte Wasser der Selbstständigkeit als Texter und Freizeit-Autorin.

Weil ich Geld mit etwas verdienen will, dass nicht nach Arbeit schmeckt

Wo ich gar nicht merke, wie schnell die Zeit vergeht, weil

  • es eine Lust ist, sich mit große Freude der inneren Stimme anzuvertrauen
  • ungeahnte Energien freigesetzt werden
  • das Ego nicht mehr zetern muss
  • die Seele sich aus der Starre löst
  • andere Menschen von den Ergebnissen profitieren
  • es sich herrlich anfühlt, anderen ein Lächeln ins Gehirn zu zaubern
  • die Seele hörbar, leichter atmet

Wer lieber texten lässt, erhält besondere Angebote und Selbermacher:innen finden hier wertvolle Profi-Tipps.

HANNOVER | TEXT und KONZEPT

Hi, ich bin Gabriele Ermold, gelernte Industrie- und Marketingkauffrau, studierte Kommunikationswirtin und Certified Manager of Marketing and Communication. Als Copywriter und freie Texterin erstelle ich für Selbstständige, Coaches und Unternehmen zu den Themen Gesundheit, Wellness, Persönlichkeits-Entwicklung und Kommunikation brillante SEO-Texte. Ich lebe in Hannover, liebe meine Eilenriede, den Maschsee und ganz besonders Lavendeleiscreme mit Marzipankügelchen. Hier geht es zu meiner ABOUT ME-Seite

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